Einzelausstellung im Kunstverein Bochum

3. Julii – 14. August 2016

Eröffnung am Sonntag, 3. Juli 2016 um 15 Uhr
im Kunstverein Bochum,
Haus Kemnade, 45527 Hattingen

What happens in vagueness stays in vagueness

Text von Reinhard Buskies

Lena von Gödeke bezieht ihr Bildvokabular aus einer Sammlung von wissenschaftlichen und digitalen Inspirationsquellen. Bewusst entscheidet sie sich gegen einen einheitlichen Stil oder die Festlegung auf eine spezifische Technik oder sowie ein bestimmtes Medium, sondern bedient sich der Bandbreite gegenwärtiger künstlerischer und technischer Möglichkeiten vor dem Hintergrund der für die jeweilige Arbeit relevanten Fragestellungen. Ihr Werk lässt sich begreifen als Suche nach künstlerischen Ausdrucksformen für wissenschaftliche Erkenntnisse, um die Vorgänge unserer Umwelt und Lebenswirklichkeit ästhetisch nachzuvollziehen und intuitiv begreifbar zu machen. Auf der Basis gesammelter Daten und bestehender Informationen entwickelt sich ein kreativer Prozess unter Einbeziehung der Aspekte und Eigendynamiken von Material und Form. Lena von Gödeke generiert neue und andere Sichtbarkeiten und schafft damit – den Wissenschaften wiederum vergleichbar – eine Grundlage für Erkenntnisgewinn

und Wissensvermehrung. In ihrem Ausstellungsprojekt What happens in vagueness stays in vagueness, das Lena von Gödeke für den Kunstverein Bochum e.V. entwickelt, setzt sich die Künstlerin mit den äußeren Faktoren der Produktion und Präsentation von Kunst auseinander. Das Projekt stellt gewissermaßen eine Recherche über die Möglichkeiten der eigenen künstlerischen Arbeit dar. In Skulpturen und Objekten reflektiert sie die Bedingungen, Gegebenheiten und Begrenzungen des gesetzten künstlerischen Handlungsraumes. Dies können Verfügbarkeiten von Fördermitteln ebenso sein wie Erreichbarkeiten und Distanzen von Orten oder ganz pragmatisch die beschränkte Ladekapazität des privaten Volvo-Kombis, der zum Transport der Kunstwerke genutzt wird.

zurück Kunstverein Bochum